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Stellen Sie sich vor, eine wichtige Maschine in Ihrem Produktionszyklus fällt plötzlich aus – ohne Vorwarnung. Die Produktion steht still und wertvolle Stunden ziehen vorüber, in denen Sie auf die teure Reparatur oder gar einen Austausch warten. Ein Albtraum, nicht wahr? Und doch für viele Unternehmen bittere Realität. So weit muss es jedoch nicht kommen!
Um genau solchen Situationen vorzubeugen, setzen moderne Unternehmen heute auf „Condition Monitoring” (CM), die Grundlage für „Condition Based Maintenance“ (CBM) und „Predictive Maintenance“ (PdM).
Condition Monitoring ist die Voraussetzung für moderne Instandhaltungsmaßnahmen
- Aus welchen Komponenten besteht Condition Monitoring?
Welche Vorteile bietet Condition Monitoring?
Praktische Übersicht der gängigen Parameter bei Condition Monitoring
Was versteht man unter Predictive Maintenance (PdM)?
- Welche Vorteile bietet Predictive Maintenance?
Unterschied zwischen Condition Monitoring, Condition Based Maintenance und Predictive Maintenance
Wie nutzt man Condition Monitoring?
- Was sind die technischen Grundlagen von Condition Monitoring?
- IoT, Digitalisierung und Echtzeit-Datenübertragung
- Datenanalyse: So funktioniert die intelligente Überwachung
Automation24 Lösungen für Condition Monitoring
Implementierung von Condition Monitoring und Predictive Maintenance
7 Schritte zur Verwirklichung eines Condition-Monitoring-Systems
- (1) Identifikation von kritischen Maschinen in Ihrem System
- (2) Geeignete Sensoren auswählen
- (3) Datengenerierung und Infrastrukturaufbau
- (4) Modellbildung und Analyse
- (5) Ergänzen Sie neue Lösungen oder rüsten Sie auf
- (7) Wartungsplan: Vor- und Nachbereitung
Praxisbeispiel: Condition Monitoring im Einsatz beim Bierbrauen
Ihre Anlagen jederzeit im Blick – Condition Monitoring für eine zukunftssichere Produktion
Sie möchten direkt mit Condition Monitoring starten?
Sie wünschen sich eine persönliche Beratung?
Gerade in Zeiten von Industrie 4.0 ist es wichtiger denn je, auf smarte Systeme zu setzen, die proaktives Handeln möglich machen und zur Effizienzsteigerung der Produktion beitragen.
Damit die Begriffe „Condition Monitoring“, „Condition Based Maintenance” und „Predictive Maintenance“ nicht nur abstrakte Schlagworte für Sie bleiben, erklärt dieser Automation24 Guide Ihnen im Folgenden, wie diese Konzepte konkret funktionieren, wie Sie von diesen profitieren können und warum auch Sie nicht länger warten sollten, Ihre Industrieprozesse zu optimieren und auf das nächste Level zu bringen.

Das Condition Monitoring umfasst die Zustandsüberwachung von Maschinen und Anlagen und ist ein wesentliches Fundament der Industrie 4.0.
Hierbei wird auf den sogenannten „Digitalen Schatten“ zurückgegriffen, über den der gegenwärtige Zustand einer Anlage virtuell dargestellt werden kann. Denn beim digitalen Schatten handelt es sich um Prozessdaten, die von Maschinen erzeugt werden, während sie sich im Betrieb befinden. Diese können physikalische Parameter wie Temperatur, Vibration, Schwingung, Druck, Feuchtigkeit und elektrische Signale oder auch die Ölqualität sein. So kann der Ist-Zustand dieser Maschinen jederzeit überprüft und analysiert werden. Typischerweise erfolgt die Analyse in Echtzeit oder in festgelegten Intervallen.
Dies ermöglicht es, auf potenziell kritische Zustände frühzeitig hinzuweisen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, sodass Ausfällen und Stillständen systematisch vorgebeugt werden kann. Condition Monitoring ist somit ein zentrales Element moderner Instandhaltungsstrategien.
Alle wesentlichen Komponenten für ein solides Condition Monitoring befinden sich sehr wahrscheinlich bereits heute in Ihren Anlagen. Dies kann beispielsweise so aussehen:
1. Datenaufnahme: Sensoren erfassen relevante Maschinen- und Prozessdaten. Diese können bspw. Folgende sein:
2. Datenübertragung: IO-Link und ähnliche Protokolle stellen die kontinuierliche Kommunikation sicher.
3. Speicherprogrammierbare Steuerung (SPS): Stellt dem Netzwerk die Sensordaten zur Verfügung.
Ein effizientes Condition Monitoring bietet Ihnen zahlreiche Vorteile für Ihren Betrieb, unter anderem:
| Parameter: | Funktion: |
|---|---|
| Vibration | Erkennung von mechanischen Störungen, wie Lagerfehler und Auswuchtungen. Mittels Analysetools lässt sich vorhersagen, wann ein kritischer Zustand erreicht wird, der zu einem Ausfall führen wird. |
| Temperatur | Detektion von Temperaturabweichungen zur Identifikation bevorstehender Sensorausfälle aufgrund der Überschreitung der Temperaturbeständigkeitsgrenze. Anhand analysierter Temperaturtrends lässt sich der Zeitpunkt für die Wartung oder den Sensoraustausch vorhersagen. |
| Durchfluss | Überwachung des Flüssigkeits- oder Gasdurchflusses zur Erkennung von Leckagen blockierenden Hindernissen. |
| Druck | Messung von Druckveränderungen, die sich nachteilig auf die Druckfestigkeitsgrenzen der eingesetzten Komponenten auswirken und eine Prognose über bevorstehende Störungen ermöglichen. |
| Ultraschall | Erkennung von Objekten oder Positionen durch Reflexion von Ultraschallwellen. Fehlende oder sich ändernde Reflexionen können auf Prozessprobleme oder Maschinenstörungen hinweisen. |
| Füllstand | Monitoring von Behälterfüllständen zur Warnung vor dem Zeitpunkt eines Überlaufs oder Trockenlaufs. |
| Leitfähigkeit | Messung der Leitfähigkeit von Schmierstoffen zu Erkennung von Wasseransammlungen oder Verunreinigungen, die die Schmiermittelleistung und den Systemzustand beeinträchtigen können. Durch die Analyse von Leitfähigkeitstrends kann der optimale Zeitpunkt für die Aufbereitung oder den Austausch des Schmierstoffs vorhergesagt werden. |
| Feuchtigkeit | Überwachung der Feuchtigkeit in Maschinenkomponenten zur Prognose des Zeitpunkts, an dem Korrosion an kritischen Bauteilen auftreten wird und eine Wartung durchgeführt werden sollte. |
| Akustik | Identifikation abnormer Geräusche, die auf abgenutzte Lager oder lockere Bauteile hinweisen. Die Analyse der akustischen Signale ermöglicht die frühzeitige Prognose des Wartungsbedarfs, bevor sicherheitskritische Störungen auftreten. |
Während Condition Based Monitoring (CBM) bereits eine effiziente Grundlage für die Überwachung des Maschinenzustands bietet, geht Predictive Maintenance (PdM) einen Schritt weiter und nutzt die durch CBM gesammelten Daten in Kombination mit fortschrittlicheren Analysemethoden, um den optimalen Wartungszeitpunkt genau vorherzusagen.
„Predictive Maintenance“ (PdM) steht für „vorausschauende Wartungen“ und zielt darauf ab, den Zeitpunkt für einen Wartungsbedarf vorherzusagen – bevor eine akute Störung auftritt und der industrielle Prozess zum Erliegen kommt.
Bei periodischen Wartungen wird unabhängig vom Systemzustand zu festen Zeitpunkten gewartet, wodurch es in der Regel zu unnötigen Ausfallzeiten kommt. Während bei einer reaktiven Wartung erst gehandelt wird, nachdem kritische Parameterabweichungen festgestellt wurden oder bereits merkliche Beeinträchtigungen aufgetreten sind, setzt eine vorausschauende Instandhaltung früher an und beugt so proaktiv Anomalien oder gar Ausfällen vor.
Im Vergleich zu traditionellen Wartungsstrategien konzentriert sich „Predictive Maintenance“ nicht auf periodische oder reaktive, sondern auf präventive Wartungsmaßnahmen.

Da es sich bei „Predictive Maintenance“ um eine fortgeschrittene Variante moderner Instandhaltungsstrategien handelt, ist den zahlreichen kurzfristigen und langfristigen Vorteilen ein eigenes Kapitel gewidmet.
Die Parameterdaten werden an lokale Edge-Computing-Geräte oder an zentrale Cloud-basierte Systeme übermittelt, wo sie gesammelt und mithilfe innovativer Analysetools wie moneo verarbeitet werden. Dadurch lassen sich Ausfälle frühzeitig prognostizieren und entsprechende Wartungsmaßnahmen planen.
Durch Nutzung von Big Data, maschinellem Lernen und künstlicher Intelligenz (KI) "lernen” die Analysetools kontinuierlich aus den gesammelten Daten und liefern immer präzisere Prognosen. Mithilfe fortschrittlicher Datenmodellierung werden aus diesen großen Datenmengen im Laufe der Zeit Muster und Zusammenhänge abgeleitet, die es ermöglichen, Ausfälle und Wartungsbedarf frühzeitig zu identifizieren. Dadurch passen sich die initial durch den Algorithmus errechneten Ausfallwahrscheinlichkeiten an veränderte Rahmenbedingungen an und werden entsprechend neu berechnet. Auf diese Weise basieren die Vorhersagen stets auf den real vorherrschenden Konditionen.
Im Übrigen können Anwender aktiv zum „Anlernen“ des Analysetools beitragen, indem sie die Analyse- und Prognosemodelle mit annotierten Daten und spezifischem Feedback anreichern. Annotierte Daten enthalten wichtige Zusatzinformationen, wie Ausfallzeiten oder Betriebszustände, die zur weiteren Steigerung der Modellgenauigkeit beitragen.
Damit Wartungsmaßnahmen tatsächlich „vorausschauend” erfolgen können, ist es zwingend erforderlich, dass die Daten in Echtzeit übermittelt werden. Hier kommen fortschrittliche Technologien wie IO-Link zum Einsatz, die eine nahtlose Kommunikation zwischen Sensoren, Aktuatoren und Steuerungen ermöglichen. Diese sorgen dafür, dass alle relevanten Daten schnell und zuverlässig verarbeitet werden, sodass die Wartungen durchgeführt werden können, bevor überhaupt Störungen auftreten.
Ergänzend zur Ausfallvorhersage, die auf den durch Analysetools verarbeiteten Parametern beruht, können auch „digitale Zwillinge" herangezogen werden – virtuelle Abbilder bzw. Modelle von Maschinen und Anlagen, die deren Zustand und Funktionsweise in Echtzeit simulieren.
Zur Verwaltung und Planung der Wartungsmaßnahmen, die aus den Prognosen und Simulationen abgeleitet werden, eignet sich der Einsatz eines Computerized Maintenance Management Systems (CMMS). Mit diesem System können Wartungsaktionen effizient geplant, priorisiert und dokumentiert werden, wodurch die Handhabung und Transparenz des gesamten Wartungsprozesses optimiert wird.
Häufig wird nach den Unterschieden zwischen „Condition Monitoring”, „Condition Based Maintenance" und "Predictive Maintenance” gefragt.
„Condition Monitoring” ist die reine Zustandsüberwachung von Maschinen. Die jeweiligen Wartungsstrategien „Condition Based Maintenance" sowie "Predictive Maintenance” machen sich dann diese Daten zu Nutze. Je nachdem, ob anschließend darauf basierend Wartungen geplant sind (CBM) oder die Daten noch durch Software, Algorithmen oder KI aufbereitet werden, unterscheiden sich die Strategien. Ziel beider Ansätze ist es zu reagieren, bevor ein Problem auftritt.
Zur Veranschaulichung finden Sie nachfolgend eine Gegenüberstellng beider Wartungsstrategien:
| Kriterium | Condition Based Maintenance (CBM) | Predictive Maintenance (PdM) |
|---|---|---|
| Wartungsstrategie | Zustandsorientierte Wartung: Erfasst und analysiert den Zustand von Maschinen, um gezielte Wartungsmaßnahmen durchzuführen und ungeplanten Ausfall zu vermeiden. | Vorausschauende Wartung: Proaktiver Komponentenaustausch vor potenziellen Ausfällen und Störungen. |
| Wartungsfrequenz | Bedarfsorientierte Frequenz: Wartung wird basierend auf gemessenen Zustandsdaten durchgeführt, anstatt festen Intervallen zu folgen. | Wartung zum optimalen Zeitpunkt: Während eines noch funktionierenden Betriebsprozesses, aber bevor ein tatsächlicher Defekt oder Maschinenstillstand vorliegt. |
| Datenquellen | Sensoren und Systeme: Verwendung von Sensoren wie Vibrationssensoren, Temperatursensoren, Akustikmeldern und anderen Systemen, die Betriebsdaten liefern. | Sensoren und Systeme: Spielen auch im CBM eine Rolle, liefern aggregierte Echtzeit-Daten, die in Kombination mit historischen Betriebsdaten, Machine Learning-Modellen und KI-gestützten Analysen verwendet werden. Die umfassende Nutzung der verschiedenen Datenquellen geht über die reine Echtzeitanalyse hinaus. |
| Komplexitätsgrad | Niedriger bis mäßiger Aufwand: Einfache Überwachungs-mechanismen und wichtige Anlagenparameter (z. B. Grenzwertüberwachung). | Mäßiger bis hoher Aufwand: Implementierung fortschrittlicher Analysetools und Algorithmen, auch wenn viele Tools heute kostengünstig oder kostenlos verfügbar sind. |
| Kosten | Geringere bis mittlere Anfangsinvestitionen: Für Sensorik, dafür aber langfristige Einsparungen durch reduzierte Ausfallzeiten und optimierte Wartungspläne. Oftmals sind Anlagen schon mit Condition-Monitoring-fähigen Systemen ausgestattet, die evtl. noch nicht genutzt werden. | Höhere Anfangsinvestitionen: Für die Integration smarter Sensoren, Industrie 4.0-fähiger Komponenten sowie Analysetools. Sobald die umfassende Infrastruktur und Datenverarbeitung eingerichtet sind, ergeben sich langfristige Vorteile durch präventive Wartungsstrategien, die Ausfälle verhindern und die Betriebseffizienz steigern. |
Um eine reibungslose Überwachung Ihrer Maschinen und Anlagen zu gewähren, sind einige technische Voraussetzungen notwendig, die sich aber in vielen Fällen leicht implementieren lassen. Oftmals verfügen bereits installierte Komponenten sogar schon über die benötigten Funktionalitäten und werden nur noch nicht entsprechend genutzt. Sollte dies nicht der Fall sein, erklärt Automation24 Ihnen hier die technischen Grundlagen des Condition Monitoring von Anfang an.
Die Digitalisierung hat das Condition Monitoring auf ein völlig neues Niveau gehoben. Dank der Integration des Internet of Things (IoT) können Daten aus verschiedenen Quellen in Echtzeit zusammengeführt und analysiert werden. Ein Beispiel: Über IoT-fähige Vibrationssensoren werden Messwerte direkt über ein lokales Netzwerk oder die Cloud an eine zentrale Steuerungseinheit übermittelt. Dort stehen die Daten sofort für die weitere Verarbeitung zur Verfügung.
Die Echtzeit-Datenübertragung ist ein zentraler Aspekt moderner Condition-Monitoring-Systeme. Sie gewährleistet, dass Maschinenbetreiber jederzeit über den aktuellen Zustand ihrer Anlagen informiert sind. Hierfür kommen Technologien wie 5G-Netzwerke und LPWAN (Low Power Wide Area Networks) zum Einsatz, die auch bei einer großen Anzahl von Sensoren und über weite Entfernungen hinweg eine zuverlässige Kommunikation ermöglichen.
Die Datenanalyse ist das Herzstück eines Condition-Monitoring-Systems. Hier laufen alle Informationen zusammen, die von den Sensoren erfasst werden. Doch wie genau funktioniert dieser Prozess?
Zunächst erfolgt die Erfassung und Vorverarbeitung der Daten. Rohdaten werden gefiltert und normalisiert, um sicherzustellen, dass sie für die weitere Analyse geeignet sind. Vibrationssensoren können bspw. tausende Messpunkte pro Sekunde liefern. Durch eine Vorverarbeitung werden irrelevante Daten wie Umgebungsrauschen entfernt, sodass nur die wirklich relevanten Informationen weitergeleitet werden.
Im nächsten Schritt werden die bereinigten Daten mithilfe von künstlicher Intelligenz (KI) und Maschinellem Lernen (ML) analysiert. Dabei identifizieren Algorithmen Muster, die auf einen potenziellen Fehler hinweisen. Zum Beispiel könnte ein KI-gestütztes Modell erkennen, dass eine kontinuierlich steigende Vibration auf einen Lagerdefekt hindeutet – und dies sogar Wochen bevor der Defekt tatsächlich auftritt! So unterstützt Predictive Maintenance Sie zuverlässig und schützt Sie bereits lange im Voraus vor Maschinenausfällen.
Im Zusammenhang mit Condition Monitoring bietet Ihnen Automation24 eine Vielzahl an unterschiedlichen Lösungen von bewährten Marken aus der Automatisierungstechnik. Da die Auswahl umfangreich ist, möchten wir Ihnen hier nur einen ersten Vorgeschmack darauf geben, was Sie im Sortiment finden können.
| Condition Monitoring Typ | Lösungen | Beispiel für Einsatzzweck | Vertretene Marken |
|---|---|---|---|
| Zustandsüberwachung | Schwingungssensoren | Prüfung auf Vibrationsanomalien zur Detektion unrunder Maschinenbewegungen, Wälzlagerschäden und Unwuchten in Antrieben. | ifm, HAUBER |
| Frequenzumrichter | Erfassung von Drehzahlabweichungen, die auf einen Motorleistungsabfall hindeuten. | Siemens, Schneider Electric | |
| Temperaturtransmitter | Überwachung von Über- und Unterschreitungen vordefinierter Temperaturgrenzwerte, die die Funktionsfähigkeit von Maschinen oder Komponenten beeinträchtigen könnten. | ifm, Endress+Hauser, WIKA | |
| Drucksensoren | Erfassung von Druckabfällen oder Druckspitzen, die auf Leckagen, Verstopfungen oder defekte Komponenten hinweisen. | ifm, Endress+Hauser, WIKA, TiTEC | |
| Durchflusssensoren | Detektion von unregelmäßigen Durchflüssen von Flüssigkeiten oder Gasen, die auf Leckagen oder Verstopfungen im System hindeuten können. | ifm, Endress+Hauser, Equflow, Metri Measurements, Honsberg | |
| Feuchtigkeitssensoren | Feuchtigkeitsansammlungen, die sich qualitätsmindernd auf Lebensmittel auswirken und die Entstehung von Rost und Korrosion an Bauteilen begünstigen. | TiTEC, NOVUS Automation | |
| Ultraschallsensoren | Eingesetzt u.a. in Anwendungen wie Füllstandsmessung, Objekterkennung, Objektzählung oder Qualitätskontrolle, indem sie Gegenstände oder Positionen berührungslos erfassen. | ifm, Endress+Hauser, microsonic, Datasensing | |
| Spannungsüberwachung | Überprüfung auf Überspannungen und Unterspannungen, die für nicht optimale Betriebsbedingungen sorgen. | Schneider Electric, Selec, TELE | |
| Verbrauchsmessung | Druckluftzähler | Erfassung kleinster Abweichungen in den verbrauchten Mengen von Druckluft, Volumenstrom und Temperatur, die auf ineffizienten Betrieb, Leckagen oder Ressourcenverschwendung im System hinweisen können. | Schneider Electric, Selec, TELE |
| Magnetisch-induktive Durchflussmesser | Überwachung des Wasserverbrauchs auf Basis des gemessenen Volumenstroms, -menge und der Mediumtemperatur; ideal für Kühlkreisläufe und die Abwasserindustrie. | ifm, Endress+Hauser, Georg Fischer | |
| Lasersensoren | Detektion veränderter Abstände und Bewegungen, die ein Zeichen für Verschleiß, Verformungen und Ausrichtungsfehler sein können. | ifm, Datalogic, Leuze | |
| Auswerteeinheiten | Drehzahlwächter | Aufdeckung von Sollwertabweichung an Förderantriebswellen auf Basis von Frequenz- und Drehzahlgeschwindigkeit. | ifm, PHOENIX CONTACT |
| Stillstandswächter | Detektion von Unterdrehzahl oder Stillstand an Antrieben, Motoren oder Wellen. | Schneider Electric, PHOENIX CONTACT, Wieland | |
| Prozessanzeigen | Anzeige von Istwerten physikalischer Größen und Erkennung von Grenzwertüberschreitungen, um frühzeitig auf potenzielle Probleme oder Fehlfunktionen im System hinzuweisen. | Endress+Hauser, WIKA, NOVUS Automation | |
| Zeitrelais | Überwachung von veränderten Einschalt- und Ausschaltverzögerungen von Signalen, um Anomalien oder Fehlfunktionen im System zu erkennen. | Schneider Electric, Selec, TELE | |
| Auswerteeinheit für Temperatursensoren | Monitoring von Minimal- oder Maximaltemperaturen, um Abweichungen frühzeitig zu erkennen. | ifm | |
| Auswerteeinheit für Strömungssensoren | Überwachung von Durchfluss, Temperatur oder Drahtbruch besonders unter beengten Bedingungen und für ATEX-Anwendungen. | ifm, NOVUS Automation, Georg Fischer | |
| Signalsäulen | Visuelle und ev. zugleich akustische Signalausgabe zur schnelleren Fehlererkennung. | Eaton, ifm, PATLITE |

Die Implementierung von Condition Monitoring (CM), sei es als Condition Based Maintenance (CBM) oder als Predictive Maintenance (PdM), erfordert eine gründliche Planung und Zielfestlegung. Es ist wichtig, dass Sie sich bereits zu Beginn im Klaren darüber sind, warum Sie diese Strategien in den Betriebsprozess integrieren möchten und was Sie damit erreichen wollen. Erst wenn diese grundlegenden Fragen beantwortet sind, sind die optimalen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Implementierung geschaffen.
Condition Monitoring ermöglicht es Unternehmen, Anlagen effizienter zu überwachen und die Lebensdauer ihrer Maschinen zu verlängern. Die Installation eines solchen Systems erfordert jedoch eine strukturierte Vorgehensweise, um sicherzustellen, dass es optimal funktioniert. Hier finden Sie eine detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Implementierung von Condition Monitoring:
Bestandsaufnahme:
Zielsetzung: Entscheiden Sie, ob das System nur zur Überwachung oder auch zur vorausschauenden Wartung genutzt werden soll.
Wählen Sie Sensoren basierend auf den zu überwachenden Parametern:
Eine Übersicht aller gängigen Parameter finden Sie in dieser Tabelle.
Integrieren Sie ein Datenerfassungssystem bzw. Analysetool, das mit Ihren eingesetzten Lösungen kompatibel ist, wie moneo configure SA von ifm. Verbinden Sie dieses schließlich direkt mit Ihren Systemkomponenten, um Echtzeit-Maschinendaten zentral gesammelt zu erfassen und auszuwerten.
Falls Sie die prädiktive Wartungsstrategie umsetzen wollen, ist der Aufbau einer Infrastruktur erforderlich, die eine schnelle und zuverlässige Echtzeit-Datenverarbeitung ermöglicht. Diese sollte aus folgenden Komponenten bestehen, die sich optimal ergänzen:
Stellen Sie sicher, dass Ihre Infrastruktur skalierbar ist, um mit wachsendem Datenvolumen sowie steigenden Anforderungen Schritt zu halten. Gewährleisten Sie gleichzeitig eine zuverlässige Datensicherung zur Vermeidung von Datenverlust sowie die Einhaltung hoher Sicherheitsstandards, um unbefugten Zugriff zu verhindern.
Ein Analysetool ist nur dann hilfreich, wenn es aktiv genutzt wird. Verwenden Sie die Analysefunktionen, um Ihre automatisch erfassten Daten mit zusätzlichen Informationen anzureichern und in Modelle einzubinden. Durch die Kombination von Anwenderwissen, Machine Learning und KI werden wertvolle Erkenntnisse gewonnen.
Indem Sie diese kontinuierlich in Ihre Entscheidungsprozesse integrieren, können Sie frühzeitig Prognosen über einen erforderlichen Wartungsbedarf treffen und proaktiv Maßnahmen ergreifen – bevor Sie im schlimmsten Fall vor einer Anlage stehen, die gänzlich zum Stillstand gekommen ist.

Wenn Sie Ihre Wartungsstrategie erweitern wollen, sollten Sie Ihr System um weitere Lösungen ergänzen. Diese Lösungen erfassen kontinuierlich relevante Maschinendaten und können zur Analyse von Ausfallwahrscheinlichkeiten genutzt werden.
Neben der Auswahl neuer Überwachungslösungen kann auch die Aufrüstung bestehender Systeme sinnvoll sein. Vielleicht verfügen Sie bereits über Sensoren mit IO-Link-Schnittstellen, haben diese jedoch noch nicht effektiv genutzt. In diesem Fall können Sie Ihr System einfach um einen entsprechenden IO-Link Master ergänzen. So integrieren Sie Ihre bereits vorhandenen Sensoren nahtlos in die vorausschauende Überwachung.
Dank der bidirektionalen Kommunikation von IO-Link können Sie präzisere Prognosen über den Wartungsbedarf erstellen. Darüber hinaus ermöglicht die Technologie den Austausch von Sensoren im laufenden Betrieb (bei Verwendung baugleicher Modelle), wodurch Ausfallzeiten minimiert und Wartungsprozesse optimiert werden.

Es ist entscheidend, dass jeder, der das eingesetzte Analysetool in Ihrem Unternehmen nutzt, sich intensiv damit auseinandersetzt, um dessen Potenzial voll auszuschöpfen.
Ein gutes Verständnis der Bedienung und Funktionen des verwendeten Tools bildet dabei eine solide Grundlage. Darüber hinaus sollte jeder Anwender in der Lage sein, die erfassten Daten zu verstehen und richtig zu interpretieren. Aus diesem Grund sind Schulungen für Ihr Wartungsteam unverzichtbar.
Im Ernstfall muss alles schnell gehen. Vor- und Nachbereitung sind hier wichtig. Erstellen Sie proaktiv auf Basis Ihrer eingesetzten Lösungen und überwachten Parameter einen Wartungsplan, in dem Sie beschreiben, welche Maßnahmen im Fall einer Grenzwertüberschreitung oder -unterschreitung ergriffen werden müssen.
Überarbeiten Sie Ihren Plan kontinuierlich und ergänzen Sie ihn, wenn sich nach einem Vorfall herausstellt, dass noch wichtige Schritte fehlen. Ergänzen Sie Ihren Wartungsplan nicht nur, sondern erweitern Sie ihn. Neue Produkte und Technologien bleiben auch in der Zukunft nicht aus – berücksichtigen Sie diese in Ihrer Planung.
In einer bekannten deutschen Brauerei arbeitet Michael W. als leitender Braumeister. Seit über 15 Jahren ist er in der Branche tätig und kennt jede Phase beim Bier brauen in der Tiefe. Seine tägliche Aufgabe besteht darin, die Produktionsprozesse zu überwachen, die Qualität des Bieres sicherzustellen sowie sein Team zu koordinieren. Doch in den letzten Jahren hat sich seine Arbeit stark verändert – dank moderner Condition-Monitoring-Technologien, die ihn und sein Team dabei unterstützen, die Anlagen effizient und störungsfrei zu betreiben!
Morgens beginnt Michael W. seinen Tag mit einem Blick auf das digitale Überwachungssystem der Brauerei. Auf seinem Tablet sieht er in Echtzeit den Zustand aller kritischen Maschinen – von den Pumpen über die Gärtanks bis hin zur Filtrationsanlage. Besonders wichtig sind dabei die Pumpen, die für den Transport der Würze zwischen den verschiedenen Produktionsstufen sorgen. Früher kam es gelegentlich vor, dass eine Pumpe unerwartet ausfiel, was nicht nur einige Verzögerungen verursachte, sondern auch zu Ausschuss führen konnte. Heute verhindern Schwingungssensoren an den Pumpenmotoren solche Probleme, indem sie frühzeitig Unregelmäßigkeiten wie Unwuchten oder Lagerschäden melden. Falls ein Sensor eine Auffälligkeit erkennt, wird Michael sofort benachrichtigt und kann eine gezielte Wartung einleiten, bevor es zu einem Ausfall kommt.
Nach der ersten Kontrolle der Maschinen begibt sich Herr W. in den Gärkeller, wo das frisch gebraute Bier in großen Tanks langsam reift. Hier spielen Temperatursensoren und Drucksensoren eine zentrale Rolle. Die Gärung muss bei exakt der richtigen Temperatur verlaufen, da sie sonst den Geschmack des Bieres beeinflusst.
Dank des Condition-Monitoring-Systems kann Michael W. sämtliche Werte im Blick behalten, ohne jeden Tank einzeln kontrollieren zu müssen. Besonders praktisch findet er, dass die pH-Sensoren automatisch Alarm schlagen, falls der Säuregehalt vom Idealwert abweicht – so kann er direkt eingreifen und Anpassungen vornehmen.
Am Nachmittag überprüft Herr W. gemeinsam mit seinem Team die Produktionsberichte. Durch die lückenlose Datenerfassung können sie nicht nur aktuelle Störungen vermeiden, sondern auch langfristige Muster erkennen. Beispielsweise zeigt eine Analyse, dass eine bestimmte Pumpe in den letzten Monaten häufiger leichte Vibrationen aufweist: Dies kann ein Anzeichen für bevorstehenden Verschleiß sein. Noch bevor die Pumpe ausfällt, plant Michael W. den Austausch während einer geplanten Wartungspause.
Dank Condition Monitoring hat sich der Arbeitsalltag in der Brauerei deutlich verändert: Anstatt auf Störungen zu reagieren, können Michael W. und sein Team vorausschauend handeln. Maschinenstillstände gehören somit der Vergangenheit an und die Bierproduktion läuft effizienter als je zuvor. So kann sich Herr W. auf das konzentrieren, was ihm am meisten am Herzen liegt – die Herstellung eines perfekten Bieres.
Jetzt sind Sie bestens mit Condition Monitoring (CM) vertraut und wissen, warum die Echtzeitüberwachung Ihrer Systeme unerlässlich ist, um mit den modernen Entwicklungen und steigenden industriellen Ansprüchen Schritt zu halten. CM bildet die Grundlage für smartere Wartungsstrategien wie Condition Based Maintenance (CBM) oder Predictive Maintenance (PdM). Durch das Vorbeugen von Maschinenausfällen und den gezielten Einsatz von Ressourcen senken Sie Kosten, steigern die Produktionseffizienz und sichern sich nicht zuletzt entscheidende Wettbewerbsvorteile.
Worauf warten Sie noch? Setzen Sie noch heute auf die innovativen Lösungen von Automation24 zur Implementierung von Condition Monitoring. So legen Sie den Grundstein für eine smarte Instandhaltungsstrategie und steigern zugleich die Betriebssicherheit sowie die Zukunftsfähigkeit Ihrer Produktionsprozesse!
Wählen Sie noch heute passende Lösungen für Ihr Condition Monitoring-System:
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